Qìgōng

Als Kursleiter der Medizinischen Gesellschaft für Qìgōng Yăngshēng e.V. (Bonn) unterrichte ich die 15 Ausdrucksformen des Tàijí-Qìgōng, die 8 Brokate sowie das Spiel der 5 Tiere.

Der Begriff Qìgōng besteht aus den beiden Wortteilen Qì und Gōng. Qì kann man mit Lebensenergie bzw. Lebenskraft übersetzen und unter Gōng versteht man ein beharrliches Üben – es handelt sich bei Qìgōng also um Übungen zur Stärkung der Lebensenergie. Der Begriff Yăngshēng bedeutet Lebenspflege. Qìgōng Yăngshēng ist folglich die Arbeit mit dem Qì zur Pflege des Lebens.

Es gibt zahlreiche verschiedene Formen des Qìgōng, wobei man grundsätzlich zwischen Übungen-in-Ruhe (Jìnggōng) und Übungen-in-Bewegung (Dònggōng) unterscheidet. Beim Jìnggōng bzw. dem stillen Qìgōng ist man äußerlich ruhig und befasst sich mit der inneren Qì-Bewegung, während das Dònggōng durch sichtbare Bewegungen beim Anstreben gleichzeitiger innerer Ruhe gekennzeichnet ist. Ruhe und Bewegung gehören also untrennbar zusammen. Weitere wichtige Aspekte des Übens sind der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, Natürlichkeit (Zìrán), Vorstellungskraft (Yì), unterer Festigkeit bei gleichzeitiger oberer Leichtigkeit sowie das richtige Maß. Geduldiges, schrittweises Üben ohne das Streben nach raschen Effekten ist der Weg zum Ziel.

 

„Qìgōng Yăngshēng – einfach ist seine Methode, und leicht ist es zu praktizieren.“ (Jiāo Guóruì, Lehrgedicht Nr. 1)

 

Bei den 15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong nach dem Lehrsystem von Prof. Jiāo Guóruì handelt es sich um traditionelle chinesische Übungen, die die körperliche und geistig-seelische Gesunderhaltung, Kräftigung und Ausgeglichenheit fördern können. Durch die achtsamen und harmonischen Bewegungen werden die Blut- und Energiezirkulation im Körper verbessert. Außerdem wirkt das Taiji-Qigong als sanftes Faszien-Training und hält so den Körper elastisch und geschmeidig.

 

Nachfolgend habe ich einige Kursunterlagen zum Nachlesen bereitgestellt:

Vorbereitungshaltungen

1. Reguliere den Atem, beruhige den Geist

2. Zerteile die Wolken, halte den Mond

3. Trage den Ball nach links und rechts

4. Schiebe den Berg mit beiden Händen

5. Pferdschritt - die Hände wie ziehende Wolken

6. Der Kondor breitet seine Schwingen aus

7. Der rote Drache spreizt seine Klauen

8. Den Ball im Wasser halten

9. Rolle den Ball nach links und rechts

10. Der Pfau schlägt ein Rad

11. Der weiße Kranich zeigt seine Schwingen

12. Teile die Mähne des wilden Pferdes

13. Zwei Ringe umfassen den Mond

14. Strecke die Arme und beuge die Knie

15. Der Elefant kreist mit der Hüfte

Abschlussübungen

 

Hier gibt es zwei Videos mit Prof. Jiao auf Youtube:

15 Ausdrucksformen (ca. 16 Minuten)

15 Ausdrucksformen (ca. 57 Minuten)

 

Basisübung Stehen-wie-eine-Kiefer

Übungshinweise (3 Mittel, 2 Wege, In-die-Ruhe-Treten, 6 Grundprinzipien)

Wirkrichtungen (Steigen und Sinken, Öffnen und Schließen)

12 Vertiefungsaspekte für die fortgeschrittene Übungspraxis

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Zum Download findet Ihr außerdem eine Datei zum Zhàn zhuāng, einer Form aus dem Stillen Qìgōng und eine Datei zu den Acht Brokaten. Die Anleitungen sollen als Ergänzung bzw. Erinnerungsstütze dienen, wenn Ihr einen der Kurse besucht habt.

Zhàn zhuāng
Übungsanleitung zum Zhàn zhuāng bzw. "Stehen wie ein Baum"

8 Brokate
Übungsanleitung zu den 8 Brokaten

Meditation

Meditation gibt es in den unterschiedlichen Varianten. Neben der klassischen Form des Sitzens gibt es auch Steh- und Gehmeditation bis hin zur Meditation im Liegen.

Im Januar 2026 habe ich eine Ausbildung zum Meditationsleiter bei Johanna Bascle gemacht.

Eine kleine Zusammenstellung zu grundlegenden Aspekten und Wirkungen der Meditation sowie zur Meditationspraxis findet ihr hier.

Nachfolgend findet ihr zwei Exzerpte von Bücher, die sich mit dem Thema Meditation befassen.

Meditation und Gehirn
Exzerpt des Buches "Meditation und Gehirn: alte Weisheit und moderne Wissenschaft" von Dr. Heinz Hilbrecht.

Denken wird überschätzt
Exzerpt des Buches "Denken wird überschätzt". Der Psychologe und Hirnforscher Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Niels Birbaumer und der Journalist Jörg Zittlau gehen in ihrem Buch der Frage nach, warum unser Gehirn manchmal Ruhe braucht. Als geeignete Praxismethode, um einen Leere-Zustand des Gehirns zu erreichen, wird die Zen-Meditation empfohlen.

Massagen

 Seit 2012 praktiziere ich Shiatsu-Massage und seit 2018 Kaschmirische Tantramassage.

 

Die Shiatsu-Massage habe ich während im Rahmen des Göttinger Hochschulsports kennengelernt. Von 2012 bis 2013 habe ich eine Grundausbildung (Stufe 1-3) beim Europäischen Shiatsu-Institut in Heidelberg absolviert (http://www.shiatsu.de/heidelberg).

Shiatsu ist eine am Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan entwickelte Form der Körpertherapie, die aus der chinesischen Massage (Tuina) hervorgegangen ist. Die Behandlung basiert auf dem traditionellen chinesischen Gesundheitsverständnis (Yin und Yang, Meridianverläufe, fünf Wandlungsphasen). Durch Druck mit Fingern bzw. Handflächen sowie Dehnungen werden der Energiefluss (Ki/Qi) angeregt und somit das physische, emotionale und geistige Wohlbefinden gefördert. Insbesondere wird Shiatsu zur Behandlung von Beschwerden am Bewegungsapparat eingesetzt.

Da ich kein Arzt oder Heilpraktiker bin, ist die Massage bei mir nicht auf die Beseitigung von akuten Beschwerden ausgerichtet, sondern dient dem allgemeinen Wohlbefinden. Die Behandlung erfolgt in bequemer Bekleidung auf einem Futon.

 

Bei der Kaschmirischen Massage handelt es sich um eine besondere Form der Tantramassage mit Öl. Diese Massageform habe ich bei Elisabeth Bott in Karlsruhe im Rahmen zweier Workshops und durch Übungsstunden erlernt (https://www.befreit-lieben.de/).

Die kaschmirische Massage berührt das Innere des Menschen und schenkt Präsenz und Achtsamkeit in der Begegnung. Sie wird mit nur leichtem Druck und streichenden Bewegungen ausgeführt. Unabdingbar für die Massage ist eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der es möglich ist, sich zu öffnen, loszulassen und zu entspannen. Für die Massage werden zwei große Handtücher benötigt.

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